Mittwoch, 25. Mai 2016

Schon wieder Happy Birthday

Nachdem ja mein Blog mit dem dritten Geburtstag meines Debütromans gestartet ist, gibt es heute wieder den Geburtstag eines Debüts zu feiern. 

Vor einem Jahr ist das erste gemeinsame Buch mit Ben erschienen - unsere "Dauerschleife ins Herz".
Und mittlerweile sind es schon ... Wartet, mal eben durchzählen ... ;-) 6 E-Books und 3 davon sind bereits als Taschenbuch über den Latos-Verlag erschienen.
WOW! Unglaublich! <3




Ganz ehrlich, als wir vor einem Jahr unser erstes gemeinsames Buch hochgeladen haben, hätte ich nie damit gerechnet, dass wir ein Jahr später noch immer - und eigentlich nur noch - gemeinsam schreiben.
Es war für mich ein Abenteuer, ein Versuch. Ich war neugierig, ob ich es schaffen würde, mich auf jemand anderen einzulassen, oder ob mein Dickschädel mir querschießen würde. ;-)
Ich war gespannt, wie es wohl sein würde, mit (sorry Ben! ;-) ) einem MANN zu schreiben. Immerhin wisst ihr ja, auch die Erotik spielt in den Büchern ein Rolle ... ;-) Und natürlich müssen wir auch darüber reden, was wir schreiben, wie wir es schreiben etc.
Aber jetzt, ein Jahr nach der ersten Veröffentlichung, kann ich nur sagen, es macht einfach megaviel Spaß und ich möchte es nie mehr missen.

Natürlich ist nicht immer eitel Sonnenschein gewesen. ;-) Zwischen uns sind mehr als einmal auch ordentlich die Fetzen geflogen, aber das gehört wohl dazu. ;-)

Mir hat mal jemand gesagt, nur mit denen, die dir am nächsten stehen, kannst du dich wirklich streiten und auch wieder versöhnen.
Derjenige hat absolut recht! Ich streite mich wirklich nur mit meinen "Nächsten"! Bei allen anderen ist es mir das nicht wert. ;-)

Und sowohl das Streiten als auch das Versöhnen hat zwischen uns noch immer geklappt. ;-)
Also, Ben, nimm es einfach als fettes Kompliment. ;-)

Aber heute möchte ich nicht nur unseren gemeinsamen Buch-Baby-Geburtstag feiern, heute will ich auch mal DANKE sagen!

DANKE, Ben, dass du es noch immer mit mir aushältst. :-*
DANKE, dass du DU bist.
DANKE, dass du mich immer wieder einfängst.
DANKE für 6 wundervolle Bücher, denen hoffentlich noch gaaanz viele folgen werden! <3
DANKE für noch soooo viel mehr, was ich hier alles gar nicht aufzählen kann!
Du bist und bleibst einfach mein "Lieblingsspinner". ;-)

Apropos folgende Bücher ... ;-)
Natürlich werdet ihr von UNS noch einiges zu lesen bekommen.
Der Veröffentlichungsplan steht bereits bis Anfang 2017.
Die Liebesperlen-Reihe, aus der auch das "Coffeegirl meets Mr Hot & Sexy" stammt, geht weiter und auch drei neue Romane sind bereits in Arbeit.

Und wir haben noch eine weitere, ganz besondere Überraschung für EUCH! 

Anlässlich unseres Buch-Baby-Geburtstags haben wir ALLE unsere E-Books für euch auf 99 Cent reduziert - immerhin sollt ihr ja auch was davon haben. ;-)


Und morgen folgt noch eine weitere Überraschung - aber die wird noch nicht verraten. ;-) Davon erfahrt ihr dann auf unserer Facebook-Seite.

https://www.facebook.com/Kerry-Greine-Ben-Bertram-B%C3%BCcher-voller-Liebe-Herzschmerz-Happy-Ends-1677565019166715/


Ich hoffe, IHR bleibt uns treu!


Sonntag, 22. Mai 2016

Facebook-Stalker

Guten Morgen! :-)
Kennt ihr sie auch? Habt ihr auch eure Facebook-Stalker?
Nein, ich meine damit nicht diese Art von Stalkern, die euch wirklich verfolgen und bedrängen, die euch etwas Böses wollen.
Ich nenne sie nur "liebevoll" so, da ich mich regelmäßig königlich darüber amüsiere. Also lest das ganze hier bitte mit einem Augenzwinkern. ;-)
Ich erzähle euch mal, wie ich darauf komme.

Ich hab in meiner Freundesliste bei Facebook nicht nur Leser und Kollegen, nein, es tummeln sich auch einige reale Freunde und Bekannte in meiner Liste. Und um genau die geht es heute.
Immer wieder passiert es mir, dass ich Leute treffe (klar, ist ja normal ... ;-) ). Man kommt ins Gespräch, hat sich vielleicht länger nicht gesehen und erzählt sich, was man so in der letzten Zeit getrieben hat.
So weit so gut, nett Smalltalk machen und wenn man die Leute kennt, interessiert es einen ja auch irgendwie.

Dann kommen aber die oben genannten Facebook-Stalkern (und glaubt mir, ich habe einige davon ... ;-) ).
Man sitzt also nett zusammen und unterhält sich. Man erzählt, was man z.B. letzte Woche gemacht hat und dann kommt diese Antwort:
"Oh ja, das hab ich bei dir auf Facebook gesehen. Das hast du gepostet." Am besten noch mit einem "Das find ich ja total klasse. Das war bestimmt toll!"
Oder auch andersherum.
"Ich hab auf Facebook gelesen, du warst ... Das war bestimmt super!"

Und wenn ich dann so drüber nachdenke, fällt mir auf, dass derjenige NIE irgendetwas bei mir auf der Seite liked oder kommentiert.
Ich meine, klar, ich kommentiere auch nicht immer alles, dazu hab ich dann doch keine Zeit. Wenn mir Sachen nicht gefallen, bekommen sie auch kein Like von mir. Heißt ja schließlich "Gefällt mir". ;-)
Aber wenn es den Leuten doch gefallen hat? Wenn sie es total spannend fanden? Wenn sie dann sogar mehr darüber erfahren wollen? Warum bleiben sie dann bei Facebook stumm? ;-)

Schön ist dann immer folgende Antwort, wenn ich genau das nachfrage:
"Ich hab mich nicht getraut."
Ihr glaubt gar nicht, wie oft ich diese Antwort schon bekommen habe.

Leute, ernsthaft ... Warum traut ihr euch nicht? Seh ich aus, als würde ich beißen? Nein, sowas mache ich nicht! Ich dachte eigentlich immer, ich wäre ganz lieb. ;-)

Also, meine lieben Real-Freunde-Facebook-Stalker ... Ich würde mich freuen, wenn ihr mal über euren Schatten springt und meine Beiträge auch kommentiert oder liked - wenn ihr sie schon lest und toll findet! ;-)

Es hätte für euch auch den Vorteil, dass ihr nicht alles doppelt von mir zu hören/zu lesen bekommt. ;-)



Freitag, 20. Mai 2016

Als Tourist in der eigenen Stadt

Habt ihr das schon mal gemacht? Seid ihr schon mal als Tourist durch die eigene Stadt geschlendert?
Okay, ich weiß, einige von euch werden jetzt denken "Ist die irre? Ich wohne hier, ich kann doch kein Tourist sein!".
Glaubt mir, das geht! :-)
Ich versuche es in regelmäßigen Abständen zu machen. Gut, das mit dem "regelmäßig" klappt mal mehr und mal weniger ... ;-)
Probiert es doch auch mal aus!



Wie es geht? Eigentlich ist es doch ganz einfach. Geht in die Stadt und lasst euren Blick schweifen. Ich meine nicht über die Schaufenster der Geschäfte. Auch nicht über die Leute, die euch so entgegenkommen. Klar ist das auch toll! Shoppen und Leute beobachten macht echt Spaß!
Aber lasst doch euren Blick mal höher schweifen, oberhalb der Schaufenster. Seht euch die Fassaden an, nehmt die Grünflächen bewusst wahr und seht euch in eurer Stadt um, als wärt ihr ein Tourist, der das erste Mal da ist.
Ich wette, ihr entdeckt ganz viele tolle Kleinigkeiten, die euch entweder noch nie aufgefallen sind oder über die ihr sonst immer drüber weg guckt. ;-)
Und es ist völlig egal, ob ihr in einer alten oder neuen Stadt lebt. Ob ihr eure Stadt grundsätzlich als hübsch oder eher hässlich bezeichnet.
Ich glaube, jede Stadt hat tolle Ecken, man muss sie nur sehen wollen.






Wie ich auf dieses Thema gekommen bin?
Na, wie schon gesagt, schaue ich mir meine gern Stadt an und finde sie wirklich hübsch.
Aber auf der anderen Seite höre ich immer wieder von anderen, dass unsere Stadt genau das eben nicht ist. Wir haben keine tollen Klamottenläden, hier könnte man nichts unternehmen, daher wäre die Stadt hässlich. Was für ein Schwachsinn, denke ich dann immer. Man braucht keine tollen Klamottenläden, um den Charme der Stadt zu sehen.
Außerdem fahren wir 20 Minuten in die Innenstadt von Hamburg und 15 in die von Lüneburg, wo es alles gibt - auch die ach so tollen Klamottenläden.





Ich hab euch hier mal ein paar Fotos mit reingepackt, die alle in einem fußläufigen Abstand von nicht mal 5 Minuten entstanden sind. Mitten in der Innenstadt, in der Fußgängerzone, auf unserem Marktplatz.
Ich bin kein sonderlich guter Fotograf, aber ich glaube, ihr erkennt, was ich meine. ;-)
Kann eine Stadt hässlich sein, die solche Gebäude hat? Ein Schloss ... Eine tolle Kirche ... Ein uraltes Rathaus ... Ich denke nicht!




Was ist mit eurer Stadt? Welche Ecken findet ihr bei euch besonders schön?
Macht mal die Augen auf und schaut euch um, denn Schönheit liegt bekanntermaßen im Auge des Betrachters! ;-)

 Ich wünsche euch allen einen sonnigen Tag! :-)










Dienstag, 10. Mai 2016

Guten Morgen!
Wie versprochen gibt es heute das erste Kapitel aus Bens und meinem neuen erotischen Kurzroman "Coffeegril meets Mr Hot & Sexy".
Wenn es euch neugierig macht - ab morgen gibt es das komplette E-Book bei Amazon zu nur 99 Cent! ;-)
Viel Spaß! :-)


Endlich Urlaub

Ich wusste gar nicht mehr, wie lange ich mich schon auf den heutigen Tag freute. Vermutlich, seit ich im letzten November meinen Urlaubsplan für dieses Jahr eingereicht hatte. Jetzt war es endlich so weit – drei lange Wochen ohne Bürostress lagen vor mir. Drei Wochen lang nur ausschlafen, faul im Garten herumliegen und einfach mal nichts tun. Na gut, vielleicht würde ich ab und an in die Stadt fahren und shoppen gehen, aber mehr auch nicht.
Die letzten Monate waren wahnsinnig anstrengend gewesen. Die Baufirma, in der ich arbeitete, hatte einen neuen Großauftrag bekommen. Großartig für die Firma – viel Arbeit für mich! Im Moment hatte ich so viele Überstunden auf meinem Arbeitszeitkonto, dass ich davon noch mal locker zwei weitere Wochen Urlaub machen könnte. Die letzten fünf Monate hatten nur noch aus schlafen, essen und arbeiten bestanden. Doch jetzt hatte ich frei, und als wollte Petrus mich belohnen, war der Sommer ausgebrochen.
Nachdem ich Samstag noch zum Geburtstag meiner Mutter gemusst hatte, hatte ich den heutigen Sonntag dafür genutzt, meine Wohnung grundzureinigen. Nichts sollte mich ab morgen davon abhalten, mich auf die faule Haut zu legen. Mein Kühlschrank war gefüllt mit Leckereien und in meinem Wohnzimmer lag ein dicker Stapel Bücher. Ich hatte nicht vor, meine Wohnung in den nächsten Tagen zu verlassen. Na gut, außer auf meine Terrasse. Bis auf die Sonnenliege würde ich mich schon bewegen.
Müde von meiner Großputzaktion kuschelte ich mich in mein Laken und freute mich auf mindestens zehn Stunden erholsamen Schlaf, ohne vom nervigen Weckerklingeln gestört zu werden. Mit einem seligen Grinsen im Gesicht schloss ich die Augen und ließ mich ins Land der Träume gleiten.

Nein! Nein, nein und nochmals NEIN! Was bitte war das für ein Lärm? Ohne die Augen zu öffnen, zog ich mir ein Kissen über den Kopf. Ich wollte schlafen, doch irgendeiner meiner lieben Nachbarn ließ es nicht zu. Es dröhnte durch die ganze Wohnung. Wer auch immer das war – er machte einen Heidenlärm! Es hörte sich für mich an, als würde jemand wieder und wieder versuchen, sein Motorrad zu starten. Als selbst das Kopfkissen nicht half, den Krach von meinen Ohren fernzuhalten, schmiss ich es fluchend an die Wand. Der Wecker auf meinem Nachttisch verriet mir, dass es gerade erst Viertel vor acht war – und damit ungefähr zwei Stunden vor meiner geplanten Aufstehzeit. Vor mich hin knurrend rollte ich mich aus dem Bett und ging zum Fenster. Ich öffnete die Jalousie und schaute hinaus, um den Ursprung des Lärms herauszufinden, doch ich konnte nichts entdecken. Aber so schnell gab ich nicht auf! Wer auch immer an meinem ersten Urlaubstag der Meinung war, mich um diese nachtschlafende Zeit aus dem Bett vertreiben zu müssen, würde sich gehörig was anhören dürfen. Zumindest, wenn ich herausfand, wer es war.
Ich ging in die Küche und startete meinen Kaffeevollautomaten. Das Schmuckstück meiner Küche und lebenswichtiger Energiespender.
Mit einem Becher in der Hand lauschte ich, aus welcher Richtung der Krach, den ich mittlerweile als eine Art Säge identifiziert hatte, wohl kommen mochte. Garten! Definitiv! Es kam aus einem der Gärten, die nach hinten hin an meinem anschlossen.
Ich schlüpfte in meine Flip-Flops und öffnete die Hintertür, die aus der Küche direkt in meinen Garten führte. Dann ging ich, so wie ich war – in meinen Schlaf-Hotpants und nur mit einem Top bekleidet –, hinaus. Während ich an meinem Kaffee nippte, schaute ich mich suchend um. Okay, es kam von rechts. Dort, hinter den hohen Büschen, die das Nachbargrundstück umgaben, war der Ursprung des Krachs.
Ich stieg über meine Rosen hinweg in das Beet und versuchte, durch die dichte Bewachsung etwas zu erkennen. Vorsichtig schob ich mit einer Hand ein paar Äste beiseite, um bessere Sicht zu haben. Der Lärm verstummte, doch ich war mir sicher, er war von hier gekommen.
„Kann ich Ihnen helfen?“
Ich quiekte erschreckt auf, als ein Mann vor das Loch trat, das sich durch mein Beiseiteschieben gebildet hatte. Vor Schreck sprang ich zurück, was eine äußerst blöde Idee war. Mein rechter Fuß blieb in einer Rose hängen und ich knallte voll auf meinen Hintern. Der Kaffeebecher verteilte seinen Inhalt großflächig über mein weißes Top, bevor er im hohen Bogen hinter mir ins Gras flog.
„Au! Verdammte Scheiße!“, fluchte ich und hielt mir die Wade. Tiefe rote Kratzer waren zu erkennen, aus denen Blut sickerte.
„Ist Ihnen was passiert?“ Diesmal wurden die Büsche von der anderen Seite her auseinandergeschoben und ein Kopf tauchte auf. Dunkelblonde wuschelige Haare, ein Vollbart und dazu die dunkelsten Augen, die ich jemals gesehen hatte.
Wow! Was für eine Mischung!, dachte ich und schluckte. Der Schmerz in meinem Bein war vergessen, als mir klar wurde, was für ein Bild ich gerade abgeben musste. Großartig, Clara! Du bist jetzt genau in der richtigen Position, ihn wegen des Krachs zusammenzuscheißen. Ich spürte, wie mir die Röte in die Wangen schoss, als ich an mir hinabsah.
Ich saß auf dem Hosenboden mitten im Blumenbeet, meine nackten Beine waren schmutzig von der Erde und an der Wade blutig. Der Kaffee hatte mein Top derart gründlich durchtränkt, dass der Fantasie kaum eine Frage offen blieb. Und noch dazu hatte ich meine Beine nicht rasiert – das hatte eigentlich für heute Vormittag auf meinem Urlaubsplan gestanden.
Abgesehen vom Offensichtlichen dieser bodenlosen Peinlichkeit, standen meine schwarzen Locken sicher in alle Richtungen, und wenn ich ganz viel Glück hatte, hatte ich sogar noch einen Kissenabdruck auf der Wange.
Jetzt im Nachhinein war mir klar, dass ein Umweg über mein Bad vielleicht nicht das Schlechteste gewesen wäre, doch mein übermüdetes Gehirn hatte – unterkoffeiniert, wie ich war – nur daran gedacht, den Lärm zu eliminieren. Aber wer konnte denn auch ahnen, dass Mr Hot & Sexy himself gleich vor mir stehen würde?
„Geht es Ihnen gut?“ Erst jetzt wurde mir bewusst, dass ich meinem Gegenüber noch eine Antwort schuldig war. Und dass ich mich noch immer keinen Millimeter bewegt hatte.
„Äh, ja. Nichts passiert. Alles gut!“, stammelte ich und rappelte mich auf. Ein kurzer Rundumblick, dann entdeckte ich den Kaffeebecher hinter mir. Schnell bückte ich mich und hob ihn auf. Als ich mich wieder umdrehte, blickte ich in ein breit grinsendes Gesicht.
O verdammt! Wie kann man nur eine solch wandelnde Katastrophe sein? Da hatte ich ihm gerade schönste Ausblicke auf mein durch die Hotpants nur spärlich bedecktes Hinterteil geboten.
„Wollten Sie was von mir?“ Der Typ vor mir riss sich sichtlich zusammen, sein Grinsen zu unterdrücken. „Oder warum haben Sie durch die Hecke gelinst?“
„Ich … Äh … Die Säge … und …“ Wild mit den Armen fuchtelnd deutete ich auf die Hecke und versuchte, die fehlenden Worte durch Gesten zu ergänzen. Wie auch immer er es schaffte, er schien mein merkwürdiges Gestammel zu verstehen.
„Oh, hab ich Sie etwa geweckt? Das tut mir leid. Ich bin hier, um den Garten zu roden. Er soll komplett neu angelegt werden.“
„Ja … Nein … Macht nichts. Alles gut. Ich …“ Ich deutete in Richtung meiner Hintertür. „… geh dann mal wieder.“ Fast fluchtartig steuerte ich auf die Tür zu, als wäre sie eine Art Rettungsanker. Na gut, vielleicht eher das dringend benötigte Loch im Boden, in das ich mich verkriechen konnte.
Als ich bereits mit einem Fuß in der Wohnung war, drehte ich mich noch einmal um. Mr Hot & Sexy stand an derselben Stelle wie eben und schaute mir nach.
„Viel Erfolg beim Roden“, rief ich zu ihm hinüber und schloss die Tür hinter mir.
Noch immer gefühlt hochrot vor Scham ließ ich mich auf einen der Küchenstühle sinken.
„Na großartig, Clara. ‚Viel Spaß beim Roden.‘ Das ist ungefähr so dämlich wie Baby in Dirty Dancing: ‚Ich habe eine Wassermelone getragen‘“, murmelte ich vor mich hin. Dann stand ich wieder auf und holte einen sauberen Kaffeebecher aus dem Schrank. Ich brauchte dringend mehr Koffein und eine Dusche. Mein Blick wanderte an mir hinab. Okay, vielleicht sollte ich mir die Kratzer, die die Rose an meiner Wade hinterlassen hatte, auch einmal genauer anschauen und desinfizieren.
Doch ich tat nichts dergleichen. Stattdessen setzte ich mich mit meinem frisch gefüllten Becher zurück an den Tisch und rief mir das Gesicht des Fremden wieder vor Augen. Warum hatte ich ihn auf den ersten Blick gedanklich als Mr Hot & Sexy tituliert? Er entsprach so gar nicht meinem Beuteschema. Und doch hatte er etwas an sich, das mich ihm gegenüber in ein denkunfähiges Kleinkind verwandelte. Ich konnte nur hoffen, dass er schnell machte mit dem Roden des Nachbargrundstücks. Wie sollte ich meinen Urlaub auf der Sonnenliege genießen, wenn ER direkt nebenan arbeitete? Mal abgesehen vom Lärm der Säge – der mir gerade völlig egal war –, hatte ich mich dermaßen blamiert, dass ich fürchtete, ihm nie wieder unter die Augen treten zu können.
Ich ließ meine Stirn auf die Tischplatte sinken. Ich ahnte bereits, ich musste mich die nächsten Wochen hier einschließen.

Montag, 9. Mai 2016

Happy Birthday!

Heute ist es genau drei Jahre her, dass ich schwankend zwischen absoluter Panik und völliger Euphorie vor meinem Laptop saß.
Ja, heute vor drei Jahren hat mein allererster Roman das Licht der Buchwelt erblickt.

Achtung ... im Folgenden könnte es zu Rührseligkeiten kommen, wer das nicht lesen möchte, sollte jetzt schnell wegklicken. ;-)

Auch die Stunden nach dem Hochladen waren für mich eine Achterbahnfahrt der Gefühle! Ach, was sage ich, Stunden? Die nächsten Tage und Wochen und Monate waren es!
Als ich den Button "Speichern und veröffentlichen" angeklickt habe, habe ich gehofft, vielleicht so fünf bis zehn Leute zu finden, die mein Buch lesen würden. Ich bin damals ziemlich blauäugig an die ganze Sache herangegangen, umso erstaunlicher war es - nein, absolut UNGLAUBLICH!, dass ich schon nach wenigen Tagen mehrere hundert Downloads hatte und in den Top 100 sämtlicher Amazon E-Books zu finden war.
Also, natürlich nicht ich, Annie und Colin, meine beiden Hauptpersonen waren es! Eine Chance für die Zukunft lief ... Ich weiß nicht ... irgendwie finde ich bis heute noch keine wirklichen Worte dafür (obwohl ja genau das mein Job ist. ;-) ).
In den nächsten Tagen und Wochen schwebte ich wie auf einer Wolke. Ich dachte, wenn mich jetzt jemand kneift, dann wache ich auf und alles war nur ein wunderschöner Traum.
Aber nein! Es war kein Traum! Es war tatsächlich die Realität!
Und heute, drei Jahre später, kann ich noch immer sagen, es fühlt sich manchmal an wie ein schöner Traum. Denn genau das war es auch jahrelang.
Mein Traum, Autorin zu werden, den ich seit mittlerweile drei Jahren lebe.


Okay, einige von euch werden sich vielleicht wundern, warum ich plötzlich einen Blog schreibe und was ich hier so vorhabe.
Keine Sorge, ich möchte niemanden kopieren oder nachmachen! Nichts liegt mir ferner als das!

Was genau das hier werden wird, weiß ich selbst noch nicht so genau. ;-) Ich übe noch und werde mich einfach treiben lassen.
Ihr werdet hier auf jeden Fall ein wenig über mich persönlich erfahren und auch über meine Bücher und Projekte. ;-)
Ich werde auch nicht wie andere Blogger jeden Tag schreiben, sondern einfach dann, wenn mir danach ist und ich etwas zu erzählen habe.

Der Grund, warum ich das mache, ist ganz einfach und schnell erklärt.
Schon lange werde ich immer wieder gefragt, ob ich eigentlich auch eine Website habe.
Öhm ... nee, hab ich nicht. ;-)
Das Problem an einer Website (und glaubt mir, auch an einem Blog!) ist, dass ich technisch gesehen so ziemlich genau das bin, was man gemeinhin als DAU bezeichnet.
Es ist einfach so und wird es wohl auch bleiben - jegliche Technik und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr! Selbst mein Fernseher schafft es regelmäßig, mich zu veralbern ... ;-)
Dann wurde mir gesagt, einen Blog zu erstellen, wäre kinderleicht. (Ich durfte feststellen - NEIN, das stimmt nicht! Zumindest nicht für mich ...)
Okay, dachte ich, ist letztlich eine andere, aber auch eine Form der Präsenz. (Und nein, ich habe den Unterschied zwischen Blog und Website noch immer nicht so wirklich verstanden!)
Gut, jetzt habe ich also einen Blog und werde ihn in den nächsten Wochen und Monaten hoffentlich mit Leben füllen. ;-)
Und wisst ihr was? Auch wenn mein Blog vermutlich ziemlich unprofessionell ausschaut - ich bin gerade MEGA stolz auf mich, denn ich habe es geschafft, ihn überhaupt zu erstellen. Und das ganz allein! :-D

Wenn ich in ein paar Jahren diesen ersten Eintrag lese, werde ich vor Scham vermutlich im Boden versinken, weil ich einfach so drauflos geschrieben habe, was mir gerade in den Kopf kam. Aber gut, das bin halt ich.
Erst sprechen (oder schreiben), dann denken. ;-)
Sooo ... Jetzt hab ich ganz viel geredet, dabei wollte ich euch doch eigentlich nur sagen, dass ich den heutigen 10. Mai, den dritten Geburtstag meines Debütromans, passend fand, mein Debüt als Bloggerin zu geben.
Und dass ich mich sehr freuen würde, euch alle ab und an hier bei mir begrüßen zu dürfen!

Also, setzt euch hin, nehmt euch nen Keks, Kaffee steht rechts auf dem Buffet, die Geburtstagstorte kommt gleich. ;-)
Ach, tut mir doch noch einen Gefallen - nehmt mich nicht so ernst! :-) Das Leben ist schon ernst genug und sicher werde ich irgendwann auch mal über solche Themen schreiben, aber heute möchte ich feiern!
Und dann sollte ich mich irgendwann darum kümmern, wie das hier eigentlich wirklich funktioniert. ;-) An dieser Stelle ein gaaaanz fettes DANKE an Astrid Stegbauer, die mir in den letzten Tagen ein paar wirklich gute Tipps gegeben hat! <3

Morgen melde ich mich wieder bei euch - da dürft ihr schon mal in das erste Kapitel von Bens und meinem erotischen Kurzroman "Coffeegirl meets Mr Hot & Sexy" reinschnuppern, der am 12. Mai erscheint! ;) Und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr da wieder bei mir reinschaut. :-)

Bis dahin habt alle eine tolle Zeit, genießt den Frühling, die Sonne und schaut den Schmetterlingen beim Tanzen zu! ;-)

Liebe Grüße
Eure Kerry

PS: Und wer von euch meinen Debütroman noch nicht kennt, darf gern mal reinlesen! ;-) Hier gehts zum E-Book:
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